Stadtbahnbögen -- Gleise verlegen und einschottern

Her mit dem Schotter

Hier wird beschrieben, wie man mit Flexgleisen Schotter und Leim die Stadtbahntrasse betriebsfertig macht.

Die Trasse der Stadtbahn wird am besten einmal bis Sockelhöhe aufgebaut. Dann ist es Zeit, die Gleise zu verlegen und einzuschottern.

 Um die Flexgleise zu fixieren, empfiehlt sich ein Doppelklebeband. In regelmäßigen Abständen wie abgebildet angebracht werden damit auch die Löcher zugeklebt, damit keine Steinchen durchrieseln.

Die Flexgleise werden an der Kante vom Trassenende gerade angesetzt und dann entlang der Linie positioniert. Dabei helfen die mittigen Löcher auf den Schwellen der Gleise als zusätzliche Orientierung. Da das Klebeband wie Hölle klebt, wird die Schiene erst bei genauer Positionierung Stück für Stück in das Band gedrückt.

Nun folgt das Einschottern. Der Schotter kann vom Modelbahn-Fachhändler des Vertrauen bezogen werden. Als Sparefroh-Methode bietet sich aber auch Vogelsand an. Dieser ist günstiger zu erwerben, hat aber den Nachteil, dass man größere Steinchen nun selbst aussieben muss. Das gelingt je nach Verfügbarkeit eines geeigneten Siebes, andernfalls heißt es, händisch die ungeeigneten Steinchen herauszupicken.

 Zuerst wird der Schotter gleichmäßig verteilt. Dazu füllt man den Schotter in einen kleineren Becher, um ihn Stück für Stück auf Schwellenhöhe aufzuschütten. Dafür gibt es auch Einschotterhilfen, aber ein Nacharbeiten ist aber unabdingbar – zuerst mit einem Pinsel, aber irgendwann verteilt man dann einzelne Steinchen mit der Pinzette.

Fixiert wird das Ganze dann mit einem Leimgemisch. Dieses besteht aus Weißleim, verdünnt mit Wasser und einem Tropfen Spülmittel und wird mit einem Tropffläschchen Tropfen für Tropfen aufgetragen. Dabei soll folgendes passieren: Nach einem kurzen Moment wird der Tropfen vom Schotter wie ein Schwamm eingezogen, dabei sollte man sehen können, dass der Leim zwischen den Steinchen stehen bleibt. Ein Durchrinnen sollte es da eigentlich nicht geben. Falls doch ist es zu dünn. Bleibt der Tropfen stehn ist es zu dick, oder braucht mehr Spülmittel. Letzteres hebt die Oberflächenspannung auf und sorgt, dass der Leim in den Steinchen bleibt.

 Man kann dem Leim auch etwas Farbe hinzumischen. Das hilft ungemein in der Beurteilung, wo schon Leim ist. Nach Trocknung kommt das Absaugen. Da kann dann schon mal wieder etwas mehr weg gesaugt werden, als man haben möchte. Das bedeutet dann nacharbeiten bis beim Absaugen alles hält, was halten soll.

Die farbliche Behandlung erfolgt mit stark verdünnten Acrylfarben, damit der Auftrag transparent bleibt. Die Farbgebung soll die Verschmutzung durch den Bremsklotzabrieb verdeutlichen, wie es in der Zeit der klassischen Elektrischen Stadtbahn üblich war. Ein paar Ausbesserungen mit frischem Schotter machen die Sache noch reizvoller.

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