2018-11-08

Straßenbahnmodelle auf Schiene bringen

Anleitung für die Schienenverkleidung

Mit Hilfe des Verkleidungssystems und herkömmlichen Flexgleisen werden Straßenbahnschienen mit nostalgischem Kopfsteinpflaster in einer noch nie da gewesenen Qualität gezaubert. Und so wird's gemacht.

Auflegen des Schienen-Unterbettes

Legen Sie die Teile für das Unterbett zu­erst über den ge­samten Streckenabschnitt aus. Kurven können, falls Nop­pen und Richtung nicht zusammenpassen, auch mit der Oberseite nach unten verlegt wer­den. Erst wenn die Teile richtig liegen und korrekt ausgerichtet sind, wird ein Teil nach dem anderen festgeklebt. Dabei werden analog zur Beschriftung aus­schließlich die äußeren Teile verklebt nicht die mittleren. Vor dem Kleben werfen Sie noch einen Blick auf "Anschluss an die Fahrbahn".
Sobald der Kleber getrocknet ist, werden die Stege zu den Mittelteilen mit einem Bastelmesser durchtrennt und die Mittelteile entfernt. Diese können eventuell als Unterfütterung des weiteren Straßenbelages nützlich sein.

 Auflegen und kleben

 Mittelteil heraustrennen

 Schienen einbetten

Gleismaterial

Da die Maße der Flexgleise der unter­schiedlichen Hersteller oft variieren, kann es sein, dass Schwellen zu hoch oder die Breite nicht hundertprozentig passt. Wir emp­fehlen daher Flexgleise der Hersteller Piko und Peco. Schmäle­re Schwellenbreiten müssen gegebenen­falls mit dünnen Kartonstreifen ausge­glichen werden. Achten Sie auch auf die angegebene Höhe des Schienenpro­fils.

Einbringen der Flexgleise

Legen Sie nun die Schienen in ihr Bett und verbinden Sie sie mit den dafür vorgesehenen Verbindungs­stücken. Fi­xieren Sie das Flexgleis mit dem Unter­grund am einfachsten durch Verkle­bung. Überstehende Schrau­ben oder Nägel könnten die weitere Verklei­dung stören. Dabei werden die Schienen partiell aus dem Bett gehoben, wobei die schon erzielte Biegung ansatzweise beizubehalten ist, da sich sonst Ihre Verbindungen wieder lö­sen könnten. Sobald der Klebstoff aufgetragen ist, wird das Gleis wieder ins Bett ge­drückt und der nächste Sektor angehoben.

Während des Trocknens beschweren Sie die Gleise mit geeigneten Gegenständen, damit sie schön plan zu liegen kommen.

Sobald der Kleber trocken ist, können allfällige Lötarbeiten vorgenommen werden.

Verkleidung

 Schneiden Sie allfällige Grate von Verbindungs­stegen weg. Die Verkleidungen wer­den nun nacheinander auf den jeweiligen Unter­grund geklebt. Dabei werden die Obertei­le wie abgebil­det bündig mit den Kanten des Unter­grundes angebracht, et­waige Verschie­bungen kön­nen bei Kurven zu Problemen führen.

Achten Sie aus Gründen der Optik als auch der Fahrsicherheit darauf, dass die Verkleidungsstüc­ke eben aufgeklebt werden und keine Enden hochstehen. Um eine unruhige oder fehlerhafte Fahrt zu vermeiden, muss die Spur der Rille vor allem in den Kurven so genau wie möglich ein­gehalten werden.

Hier kann schon der kleinste Fehler die Fahrt be­einträchtigen.


So nicht!


So wird's gehen.

Anschluss an die Fahrbahn

 Damit die Straße möglichst homogen aus­sieht, und die Anschlüsse zum Au­ßensaum möglichst exakt zu liegen kom­men, empfehlen wir folgende Vorgangs­weise: Legen Sie die Straßenplatten (z.B. Art. Nr. 3001) unter die Teile des Unterbettes. Wenn alles richtig liegt, ziehen Sie mit ei­nem Bleistift die innere Kan­te des Au­ßensaumes nach. Die Straßenplatte wird nun mit einer Schere entlang dieser Linie ausge­schnitten. Damit hat sie einen ersten unge­fähren An­schnitt. Der exakte Zuschnitt erfolgt, sobald die Schienen in ihrem Bett fixiert sind.

 Le­gen Sie die Straßenplatte auf (auf­grund des ersten Zuschnitts ist der Schienenkör­per ja schon mal ausge­spart), danach wird der Au­ßensaum an die Schienenkante gelegt. Zeich­nen Sie nun mit einem Blei­stift die exakte Linie auf die Straßenplatte und schneiden Sie den überschüssigen Teil weg.
Um auf das gleiche Niveau der Pflaste­rung zu kommen, muss bei Art. Nr. 3001 noch eine Unterfütterung von schmalen Streifen mit 1mm Stärke auf das Unter­bett ge­klebt werden. Die Straße kann, was durchaus dem Vor­bild entspricht, an den gegen­überliegenden Rändern wie­der auf das Niveau der Grundebene abgesenkt werden.

Hinweise zur Bemalung

Die Straßenbahnschienen-Verkleidung ist bereits farblich grundiert. Für den perfek­ten Anstrich gibt es auf hier eine ausführliche Anleitung.

Für den Anstrich sind Acrylfarben zu empfehlen, da diese wasserfest trocknen und dem Karton mehr Festigkeit verleihen.

Den Gegenpart der Rillenschiene zieht man am besten mit einem silber­nen Lackstift nach, was rela­tiv einfach gelingt, wenn man die Außenkante mit schräg angesetztem Stift nachfährt.
Der Schienenfuß wird – da meist verschmutzt – dunkel gefärbt.

Es empfiehlt sich, die einzelnen Streifen farblich vorzubereiten und nach der Monta­ge den letzten Schliff zu verleihen.

Umkehrschleife (3507)

 Die Umkehrschleife führt von einem dop­pelgleisigen Stück in einen Bogen, der die beiden Gleise verbindet, und wird wie folgt aufgebaut:

Beginnend mit der Abwei­chung (ABW) werden zwei Geraden (G), dann ein 15°-Bo­gen zusammengefügt, danach folgen sieben 30°-Bö­gen, ein 15°-Bogen und das Aus­gleichsstück (AS). Ein 15°- und ein 30°-Bogen vollenden schließlich die Um­kehrschlaufe.
Falls der Anschluss zur Abweichung keine Noppen haben sollte, kann man mit den Dop­pelnoppen für eine or­dentliche Ver­bindung sor­gen.

Für einen umgekehrten Verlauf werden die Tei­le des Un­terbettes einfach mit der Oberseite nach unten verlegt. Für das Oberteil des Abweichungs-Kern­stückes liegen zwei Va­riationen vor, je nachdem, ob die Abweichung links oder rechts verläuft.

Hier gilt es im besonderen Maße, den gesamten Bogen zuerst korrekt auszulegen und danach Stück für Stück zu fixieren. Dabei ist immer auf die ordentliche Aus­richtung aller Teile zu achten, damit am Ende der Bogen auch exakt geschlossen wird.

 Aufgrund der Länge der Flexgleise von einem knappen Meter kommt man bei der Umkehrschlaufe nicht umher, eine Verbindung in der Kurve zu bewerkstelli­gen. Am besten legt man eine Schiene in den Halbbogen, sodass die Enden jeweils im 15°-Abschnitt zu liegen kommen. Die Verbindungen werden dazu versetzt ange­bracht, was sich aufgrund der unter­schiedlichen Radien von innerer und äu­ßerer Schiene ohnehin ergibt.

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